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Stellungnahmen im Gemeinderat 2. März 2026

Irene Schuster: Schulsozialarbeit; Personalschlüssel, Anpassung der Bemessungsgrundlage (Vorlage 28/2026)

Schulsozialarbeit ist eine der Säulen, die wir in diesem Dach von dem, was wir multiprofessionelle Teams nennen, brauchen. Sie ist unabdingbar im schulischen Sektor. Sei es, dass es Kinder gibt mit schwierigen familiären Hintergründen, mit psychischen Belastungen, bereits vor oder im Besonderen auch nach Corona, oder dass besonderer Förderbedarf besteht.

Man braucht diese Unterstützung, und die Personen, die diese wertvolle Arbeit leisten, sind oft am Limit, weil sie viele Arbeitsbereiche mit abdecken, die eigentlich nicht im engeren Sinne zu ihrem Aufgabenbereich gehören. Das kann ich auch als Lehrerin beobachten, und ich bin sehr dankbar, dass wir diese Personen haben.

Allerdings sehe ich das Land hier auch noch mehr in der Pflicht und wäre dafür, dass es auch noch mehr Verantwortung dafür übernimmt.

Gleichzeitig haben wir mit 19,71 Vollzeitäquivalenten einen deutlich über dem rechnerischen Landesschnitt von 14,84 Vollzeitäquivalenten liegenden Wert. Das ist eine bewusste politische Entscheidung, die wir als FDP-Fraktion begrüßen und auch mittragen.

Die vorliegende Vorlage sieht keine unmittelbare Stellenausweitung vor. Die 19,71 werden als Basisausstattung festgeschrieben, und das neue Berechnungsmodell soll über natürliche Fluktuation eingeführt werden.

Die Projektgruppenarbeit zwischen so vielen wichtigen Akteuren, sei es Schulleitung, Träger, Elternvertretung oder Landkreis, empfanden wir als sachlich und strukturiert. In dieser Form, wie das stattgefunden hat, auch mit den Nuancierungen, die jetzt noch kamen, ist das ein tragfähiger Kompromiss.

Die FDP-Fraktion stimmt daher der Vorlage zu.

Dankeschön.

Anne Kreim: Baugebiet Marienburger Straße / Zustimmung zum Optionsvergabeverfahren (Vorlagen 21 und 37/2026)

Man könnte an dieser Stelle den Eindruck gewinnen, die FDP-Fraktion stimme schlicht allem zu. Einige Punkte möchten wir dennoch festhalten.

Die Stadt Tübingen verfügt im Optionsvergabeverfahren inzwischen über erhebliche Erfahrung. Dieses Instrument wird seit vielen Jahren konsequent eingesetzt, insgesamt mit beachtlichem Erfolg. Entscheidend wird nun sein, wie sich die Baugruppen konkret einbringen, insbesondere im Hinblick auf Infrastruktur, gemeinschaftliche Nutzungen und die Versorgung des gesamten Quartiers. Hier erwarten wir tragfähige Konzepte und ein Verantwortungsbewusstsein, das über die jeweilige Parzelle hinausreicht.

Der C1-Ankernutzung kommt eine besondere Rolle zu. Mit der Verantwortung für Tiefgarage und Innenhofgestaltung liegt hier ein zentraler Baustein für die Qualität des Quartiers. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die entsprechend sorgfältig umgesetzt werden muss.

Auf den Baufeldern A und B entstehen zugleich zwei gewichtige Projekte. Zum einen durch die GWG mit Wohnraum für Menschen, die auf dem regulären Markt kaum eine Chance haben. Zum anderen durch Arbeitgeber beziehungsweise Unternehmen, die Wohnangebote für Auszubildende und weitere Zielgruppen schaffen wollen. Diese Mischung ist sowohl städtebaulich als auch sozial von Bedeutung.

Insgesamt begrüßen wir, dass dieses Projekt nun zur Beschlussfassung vorliegt. Es ist das Ergebnis intensiver Arbeit vieler Beteiligter. Dafür danken wir ausdrücklich allen, die daran mitgewirkt haben.

Vielen Dank.