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Tübingen setzt neue Maßstäbe in der Kulturförderung

In seiner letzten Sitzung empfahl der Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales neue Förderrichtlinien für Kunst und Kultur in Tübingen. Als FDP-Fraktion haben wir diese sehr wohlwollend aufgenommen.

Sie zeichnen sich unter anderem durch eine hohe Heterogenität der Förderbereiche, flexible Bedarfsorientierung und klare, einheitliche Regelungen aus, die die Chancengleichheit fördern und die Transparenz der Förderverfahren erhöhen. Die Unterscheidung zwischen institutioneller Förderung und Projektförderung ermöglicht es etwa, sowohl kontinuierliche Kulturangebote als auch zeitlich und inhaltlich begrenzte Projekte optimal zu unterstützen. Besonders positiv hervorzuheben ist auch die Einführung eines digitalisierten Antragsverfahrens, das die Zugänglichkeit und Effizienz der Förderanträge erheblich verbessert. So können Vereine Baukostenzuschüsse für ihre Räumlichkeiten beantragen, und kulturelle Veranstaltungen kostenfrei in städtischen Hallen durchgeführt werden. Dies erleichtert die Durchführung von Kulturprojekten und stärkt die kulturelle Infrastruktur der Stadt.

Trotz der vielen positiven Aspekte bleibt ein Kritikpunkt: In der Sitzung des Ausschusses wurde richtig bemerkt, dass antidemokratische oder extremistische Inhalte von der Förderung nicht explizit ausgeschlossen sind. Eine zentrale Aufgabe der Kulturverwaltung muss also sein, zu gewährleisten, dass Projekte mit derartigen Inhalten nicht gefördert werden.  Darauf zu achten ist unsere demokratische Pflicht.

Insgesamt sind die empfohlenen Förderrichtlinien dennoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die flexiblen Unterstützungsmöglichkeiten decken verschiedene Bedarfe ab und schaffen damit eine Grundlage für eine dynamische und vielseitige Kulturszene in Tübingen. Als FDP-Fraktion werden wir uns im KUBIS und in enger Abstimmung mit den Kulturvereinen weiterhin für die Optimierung und Anpassung der Richtlinien einsetzen, um sicherzustellen, dass alle kulturellen Akteure in Tübingen bestmöglich unterstützt werden.

Anne Kreim
Fraktionsvorsitzende FDP